Behandlungsmöglichkeiten in der Physiotherapie

Physiotherapie ist ein natürliches Heilverfahren. Sie nutzt die passive und aktive Bewegung des Menschen zur Heilung, aber auch zur Vorbeugung von Erkrankungen. Damit stellt sie eine Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen und operativen Therapie dar.

Ziele der physiotherapeutischen Behandlungen sind die Linderung von Schmerz, die Förderung von Stoffwechsel und Durchblutung, aber auch die Erhaltung und Verbesserung von Beweglichkeit, Koordination, Ausdauer und Kraft.

Um diese Ziele zu erreichen, bietet das AVIVA Berlin ein breit gefächertes Behandlungsspektrum auf Basis der folgenden Konzepte:

  • Manuelle Therapie
  • Propriozeptive-neuromuskuläre Facilitation (PNF)
  • Funktionelle Bewegungslehre nach S. Klein-Vogelbach (FBL)
  • Cyriax
  • Brügger
  • Bobath
  • Vojta
  • Atemtherapie
  • und vieles mehr…

Manuelle Therapie

Bei der Manuellen Therapie werden Funktionsstörungen des Haltungs- und Bewegungsapparates untersucht und behandelt. Manuelle und therapeutische Techniken an der Wirbelsäule und an den Extremitäten dienen zur Auffindung und Behandlung dieser Störungen.

Durch spezielle Mobilisationstechniken werden diese Bewegungsstörungen beseitigt und Schmerzen an Muskeln und Gelenken gelindert.

  • Die Bandscheibendiagnostik und -therapie nach McKenzie
  • Die Manipulativmassage nach Terrier
  • Die Osteopathie nach Mitchell
  • Die orthopädische Medizin und manuelle Therapie nach Cyriax

Neurologie

Wir bieten neurologische Behandlungen für Erwachsene wie auch für Kinder an.

Das Bobath-Konzept

Die Entstehung und Wirkungsweise des Bobath-Konzepts beruht auf zwei Prinzipien, nämlich der neurophysiologischen Grundlage, die naturwissenschaftlich begründet ist, sowie der ganzheitlichen Sichtweise, die der Geisteswissenschaft zugeordnet werden kann. Die Behandlung Erwachsener umfasst die Anbahnung und das Wiedererlernen von Bewegungen und Funktionen mit dem Ziel, eine größtmögliche Selbstständigkeit bei der Erfüllung der täglichen Anforderungen und der Integration in die gewöhnliche Umgebung bzw. den Beruf zu erreichen. Therapeuten transferieren dieses Behandlungskonzept in den Alltag des Patienten. Sie nutzen gezielte Aktivitäten, um Ziele wie z.B. die Bewegungskontrolle beim Anziehen anzubahnen.

Das Vojta-Konzept

Durch die therapeutsche Anwendung der Reflexlokomotion können elementare Bewegungsmuster bei Erwachsenen wie auch Kindern wieder verbessert werden. Der Therapeut setzt dabei Reize bei einem Patienten in Bauch-, Rücken- oder Seitenlage, die eine unwillentlichen und nicht beeinflussbaren Bewegungskomplex auslösen – das Reflexkriechen und das Reflexumdrehen.

Auf Grundlage dieses Konzeptes werden bei Patienten mit geschädigten Zentralnervensystem und Bewegungsanbahnungen neue Bewegungen angebahnt und alte Bewegungsmuster wieder neu freigeschalten.

Das PNF-Konzept

„Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation“

PNF fördert das Zusammenspiel zwischen Rezeptoren, Nerven und Muskeln.

Durch die gezielte Anregung von Rezeptoren im Körper, die für die Wahrnehmung (z. B. der Gelenkstellung) verantwortlich sind, wird eine gestörte Bewegung verbessert oder sogar neu angebahnt.

Somit kann dieses Behandlungsprinzip nicht nur in der Neurologie, sondern auch in vielen weiteren Teilgebieten der Physiotherapie angewandt werden.

Wirbelsäulen- und Haltungsanalyse

Mit Hilfe unseres 3D-Messgerätes sind wir in der Lage, eine schnelle, berührungslose und hochauflösende optische Vermessung des Rückens und der Wirbelsäule vorzunehmen.

Durch die Erweiterung der Simulationsplattform ist es uns möglich, eine Beinlängendifferenz oder Fußfehlstellung zu erkennen und diese mit Hilfe einer Simulation auszugleichen. So kann man feststellen, wie sich eine eventuelle Einlagenversorgung auf das Becken, die Wirbelsäule und die gesamte Haltung auswirkt.

Neben der Wirbelsäulenvermessung und der Ausgleichssimulation mit der Simulationsplattform bieten wir auch eine statische und dynamische Fußdruckmessung an. Diese Messmethode lässt eine schnelle und präzise Erfassung der Druckverhältnisse des Fußes während des Gehens zu. So lassen sich besonders gut Fehlstellungen und Gangasymmetrien erkennen.

Mit all diesen Messungen und Analysen ist es möglich, ein gezieltes Behandlungskonzept für den Patienten zu entwickeln.